Entwicklung einer Software für die automatische Generierung von Investitionsempfehlungen
Betreuer/in Michael Nofer
ProfessorProf. Dr. Oliver Hinz
Starttermin ab sofort
EmpirischNein
KurzbeschreibungAnlageentscheidungen von privaten sowie professionellen Anlegern beruhen auf einer Vielzahl an Informationen. Neben klassischen Finanzkennzahlen sind in den letzten Jahren verstärkt Informationen aus Social-Media-Kanälen ins Interesse der Marktteilnehmer gerückt. Mit deren Hilfe lassen sich beispielsweise die Meinungen von Mitarbeitern, Kunden und anderen Gruppen identifizieren, welche mit dem Unternehmen in Kontakt stehen. Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines automatisierten Systems, das sowohl relevante Finanzdaten, als auch Social-Media-Informationen zu Unternehmen sammelt und Empfehlungen zu den Aktien der Unternehmen ausspricht. Die Einzelbewertungen der Unternehmen sollen in ein Gesamtbewertungsschema überführt werden, auf dessen Basis im Anschluss die konkrete Formulierung von Handlungsempfehlungen im Sinne des Kaufs oder Verkaufs von Aktien erfolgt. Zur Visualisierung der Kennzahlen und Bewertungen soll ein Frontend entwickelt werden, das die Daten aggregiert darstellt und Möglichkeiten zur Datenmanipulation bietet, insbesondere bezüglich des Sortierens und Durchsuchens. Für die Arbeit sind sehr gute Programmierkenntnisse erforderlich.
Einstiegsliteratur
  • Chen, Hailiang; De, Prabuddha; Hu, Yu; Hwang, Byoung Hyoun (2014): Wisdom of crowds: The value of stock opinions transmitted through social media. In: Review of Financial Studies, 27 (5), S. 1367–1403.

  • Banker, Rajiv; Konstans, Constantine; Mashruwala, Raj (2000): A contextual study between employee satisfaction, employee turnover, custumer satisfaction and financial performance. Working Paper.

  • Lo, Andrew; MacKinlay, Craig (1988): Stock Market Prices do not Follow Random Walks: Evidence from a Simple Specification Test. In: The Review of Financial Studies, 1 (1), S. 41–66.

  • Surowiecki, James (2005): The Wisdom of Crowds. Anchor-Books-Verlag, New York.

  • Tirunillai, Seshadri; Tellis, Gerard (2012): Does Chatter Really Matter? Dynamics of User-Generated Content and Stock Performance. In: Marketing Science, 31 (2), S. 198–215. 


Offene Themen

Impact of Conformal Prediction on Human Decision-Making


Kurzbeschreibung:

Conformal prediction is a machine learning framework utilized for uncertainty quantification. Assuming the data is exchangeable, it generates statistically valid prediction regions for any underlying point predictor. Conformal prediction calculates nonconformity scores based on previously labeled data. These scores gauge how "unusual" a data point is compared to the rest. The scores create prediction sets for a new, unlabeled test data point, representing a range of possible outcomes with a specified confidence level. The user defines a significance level, limiting the frequency of errors the algorithm can make. A smaller significance level (resulting in fewer allowed errors) produces broader prediction sets, while a larger significance level (resulting in more allowed errors) creates narrower prediction sets. Decision support systems often neglect the uncertainty inherent in models and fail to incorporate confidence intervals into decision-making. The potential master thesis will address this research gap. The objective is to explore how conformal prediction influences human decision-making and if it can lead to more robust decisions. A laboratory experiment or a qualitative study will be conducted for this purpose. The goal is to review and, if necessary, further develop existing AI/ML-based decision-making theories, such as Reflection Theory.


Zielsetzung:

Im Rahmen einer Masterarbeit soll idealerweise der Einfluss von Conformal Prediction auf die AI/ML-basierte Entscheidungsfindung (Decision Support Systemen) mit Hilfe eines Laborexperiments untersucht werden. Dabei soll untersucht werden ob der Einsatz von Conformal Prediction Methoden zu robusteren Entscheidungen führen kann. Dafür ist es notwendig bestehende Theorien zur AI/ML-basierten Entscheidungsfindung (z.B. Reflection Theory) zu verstehen und im Rahmen der Untersuchung anzuwenden. Eine Abgrenzung zu Methoden von Explainable AI ist sinnvoll. Die Arbeit setzt an der Schnittstelle zwischen Mensch und Technik (Human-Computer Interaction) an und auch ein Fokus auf aktuelle Entwicklungen (wie z.B. GenAI) wäre denkbar.


Einstiegslieteratur:

  • Shafer, G., & Vovk, V. (2008). A tutorial on conformal prediction. Journal of Machine Learning Research, 9(3).
  • Abdel-Karim, B. M., Pfeuffer, N., Carl, K. V., & Hinz, O. (2023). How AI-Based Systems Can Induce Reflections: The Case of AI-Augmented Diagnostic Work. MIS Quarterly, (4).
  • Vazquez, J., & Facelli, J. C. (2022). Conformal prediction in clinical medical sciences. Journal of Healthcare Informatics Research, 6(3), 241-252.


Voraussetzungen:

  • Exzellente Studienleistungen (idealerweise Winfo Master)
  • Gute Statistik- und Programmierkenntnisse
  • Interesse am Thema Human-Computer Interaction und Decision Support Systems

Bei Interesse an der Abschlussarbeit schicken Sie bitte einen aktuellen Leistungsspiegel und einen Lebenslauf an Frederik Hering (hering(at)wiwi.uni-frankfurt.de).

Ausgeschrieben ab: sofort

 

 

Evaluating Incentive Mechanisms for Consumer Data Sharing

Kurzbeschreibung:

Datenökosysteme sind Netzwerke von verbundenen Datenquellen, Plattformen und Diensten, die zusammenarbeiten, um Daten zu sammeln, zu verarbeiten und zu analysieren. Sie sind besonders wichtig für KMUs, da sie Zugang zu wertvollen Einblicken und neuen Geschäftsmöglichkeiten bieten, die ansonsten großen Unternehmen, mit einer breiten Nutzendenbasis, vorenthalten bleiben. Zudem stärken sie die Datensouveränität der Datenerzeuger*innen, indem sie sicherstellen, dass diese die Kontrolle über ihre Daten behalten.


Das Konsortialprojekt COMET adressiert diese Herausforderungen, indem es Mechanismen des Consumer Empowerments entwickelt, sodass Konsument*innen selbstbestimmt über die Nutzung ihrer Daten entscheiden können. Durch COMET sollen Konsument*innen als Data Owner agieren und Unternehmen verantwortungsvoll Zugang zu realen Konsumierendendaten erhalten, um bspw. innovative KI-basierte Angebote entwickeln zu können.


Es ist entscheidend, dass Konsument*innen ihre Daten freiwillig und informiert freigeben, um die volle Potenzialentfaltung des Ökosystems zu ermöglichen. In diesem Zusammenhang sollen verschiedene Anreizmechanismen (bspw. monetäre Anreize, bessere Services oder Gamification-Ansätze) untersucht werden, die Endkonsument*innen zur Freigabe ihrer Daten inzentivieren könnten.


Zielsetzung:

Im Rahmen einer Masterarbeit sollen sowohl qualitative als auch quantitative Methoden in einem zweistufigen Ansatz angewendet werden, um verschiedene Anreizmechanismen zur freiwilligen Datenfreigabe durch Konsument*innen zu untersuchen. Durch diesen 2-Step-Approach sollen eine tiefgehende Analyse und Bewertung der Effektivität und Akzeptanz der vorgeschlagenen Anreize evaluiert werden.


Einstiegsliteratur:

  • Naous, Dana, and Christine Legner. „Exploring Information Disclosure in Location-based Services: U.S. vs. German Populations“ (2019). ICIS 2019 Pre-Conference Workshop Proceedings.
  • Stepanovic, Stefan and Mettler, Tobia. "Financial Incentives and Intention to Subscribe to Data-Driven Health Plans" (2020). ICIS 2020 Proceedings. 6.
  • Raddatz, Nirmalee I., William J. Kettinger and Joshua Coyne. “Giving to Get Well: Patients’ Willingness to Manage and Share Health Information on AI-Driven Platforms” (2023). Communications of the Association for Information Systems, 52, 1017-1049


Bei Interesse an der Abschlussarbeit schicken Sie bitte einen aktuellen Leistungsspiegel und einen Lebenslauf an Dr. K. Valerie Carl (kcarl(at)wiwi.uni-frankfurt.de) und Aaron Witzki (witzki(at)wiwi.uni-frankfurt.de).

Ausgeschrieben ab: sofort

 

 

Effekte von Corporate Digital Responsibility-Engagement

Kurzbeschreibung: 

Corporate Digital Responsibility (CDR) beschreibt die freiwillige Übernahme von Unternehmensverantwortung im digitalen Kontext. Das Konzept gewinnt in den letzten Jahren zunehmend an Aufmerksamkeit in Forschung und Praxis. Während das grundsätzliche Verständnis konvergiert, ist die empirische Evaluierung von CDR noch im Anfangsstadium. Dazu soll ein Beitrag geleistet werden und mögliche (positive) Effekte von CDR-Engagement auf Unternehmen gemessen werden. Ziel der Arbeit ist zu beantworten, ob sich CDR-Engagement abseits der intrinsischen Motivation für Unternehmen auszahlen kann.

Zielsetzung:

In der ersten Sitzung werden gemeinsam spezifische Forschungsfragen diskutiert und das weitere Vorgehen festgelegt. Mithilfe einer Case Study in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen sollen die Effekte von CDR-Engagement in der Praxis gemessen werden und so experimentell erworbene Erkenntnisse ergänzen.

Bei Interesse an der Abschlussarbeit schicken Sie bitte einen aktuellen Leistungsspiegel und einen Lebenslauf an Dr. K. Valerie Carl (kcarl@wiwi.uni-frankfurt.de).

Ausgeschrieben ab: sofort

 

 

 

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